Höchenschwander Sommertraum 2017

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Vereinsgeschichte

Die Anfänge der Trachtenkapelle Höchenschwand

chronik

1871 fand in der Nähe des Kreuzsteines eine Siegesfeier statt. Dabei erklang - nach bisherigen Erkenntnissen - die erste Blasmusik auf dem Höchenschwander Berg. Sie wurde von fünf Ellmeneggern, den sogenannten „Maidelibuebe“, aus der Verwandtschaft der Familie Schmidt gespielt.

Wie man sich erinnern konnte, hat sich diese Kapelle in den folgenden Jahren auf acht bis zwölf Mann vergrößert. Leider ist über die ersten zehn Jahre ihres Wirkens nichts Genaues bekannt. Eine alte Photographie zeigt die Kapelle vor dem alten Strittberger Schulhaus mit ihrem Dirigenten Lehrer Will aus Mühlingen. Zu dieser Zeit musizierten die Höchenschwander und die Unterberger schon gemeinsam.

Ein altes Kassenbuch gibt interessante Aufschlüsse über die rege Tätigkeit dieser Männer. Aus im Jahre 1892 beginnenden Eintragungen geht hervor, dass die Kapelle selbst in weiterer Umgebung bei Hochzeiten und anderen Anlässen spielen musste. Meistens wurde mit acht Mann in Häusern, Brunnadern, Seebrugg, Fischbach, Brenden, Berau, Aichen, Nöggenschwiel, Frohnschwand, Waldhaus und Staufen gespielt. Dirigent war damals Leopold Baumgartner aus Amrigschwand. Auch der Bierverbrauch lässt auf eine rege Vereinstätigkeit schließen. Oft ist zu lesen, dass die acht Musiker ein Fass Bier mit zweiundzwanzig Liter, den Liter zu fünfundzwanzig Pfennig, spielend bewältigen konnten.

Aber sie waren auch bereit, sogar materielle Opfer zu bringen. So bezahlte ein Musiker acht Mark Eintrittsgeld, das sogar manchmal in Raten abbezahlt wurde. Oft wanderten die acht Mann zu Hochzeiten in die Nachbardörfer, wo sie je Hochzeitsgast 50 Pfennig erhielten. Auf dem Weg nach Brenden soll einmal der „wunderfitzig Schuhmächerle“ versucht haben, unter die Schwarzabrücke zu schauen, wobei er kopfüber in die reißende Schwarza gestürzt ist.

Der Verein musste in den Jahren 1895 bis 1905 sehr kapitalkräftig gewesen sein, konnte er doch dem Gesangsverein Höchenschwand vierzehn Mark für eine Ausfahrt leihen. Dass es nicht immer friedlich zuging, beweisen vier Mark Gerichtskosten. 1897 wurde Johann Vogelbacher zum 1. Vorsitzenden des Vereins gewählt, der dann 1905 sein Amt an Wilhelm Eckert weitergab.

Von 1906 bis 1910 übernahm Leander Böhler den Vorsitz, dem dann Johann Ebi folgte. Unter dem Dirigenten Leander Böhler von Strittberg bestand die Kapelle bis zum Jahre 1914, als einige ihrer Mitglieder zu den Waffen gerufen wurden.

 

Wiedergründung des Musikvereins nach dem ersten Weltkrieg

Nach dem 1. Weltkrieg wurde unter Ratschreiber und Sattlermeister Reinhard Herr eine neue Kapelle gegründet, die aber nur bis 1923 bestand. 1924 entstand unter Leander Böhler in Strittberg eine Zehn-Mann-Kapelle. Von 1928 bis 1930 war Oskar Ebi Dirigent. Neben dieser Strittberger Musik existierte noch eine zweite Kapelle unter Sattlermeister Reinhard Herr in Höchenschwand, die aus dreizehn Musikern bestand. Nachdem die beiden Kapellen schon 1925 bei der Fronleichnamsprozession zusammengespielt hatten, wurden sie 1936 unter Reinhard Herr endgültig vereinigt. Diese Kapelle Höchenschwand-Strittberg wirkte bis ins Jahr 1940, denn zu der Zeit mussten die meisten Mitglieder zum nächsten Waffengang.

 

Wiedergründung des Musikvereins nach dem zweiten Weltkrieg

Nach dem Krieg erfolgte 1946 die Wiederbegründung durch Alfons Huber, der das Dirigentenamt übernahm und trotz seiner langjährigen Bürgermeisterarbeit gut 30 Jahre lang die musikalische Leitung behielt.

Die Kapelle bestand aus zehn Musikern aus Höchenschwand und vom Unterberg und trat erstmals am Weißen Sonntag 1947 an die Öffentlichkeit. 1957 nahm sie den Namen „Trachtenkapelle Höchenschwand-Strittberg“ an und zählte 1971 beim einhundertjährigen Jubiläum 25 aktive Musiker aus Höchenschwand, Strittberg, Amrigschwand, Ellmenegg, Attlisberg und Heppenschwand.

In den sechziger Jahren nahm die Mitgliederzahl aus den Ortsteilen immer mehr ab, zumal dort seit 1958 mit der Trachtenkapelle Amrigschwand-Tiefenhäusern ein eigener Musikverein bestand. Deshalb erfolgte im März 1979 die Namensänderung in „Trachtenkapelle Höchenschwand e. V.“.

Von Jahr zu Jahr stieg die Zahl der Mitglieder und verbesserte sich der Leistungsstand dank der Bemühungen von Dirigent Alfons Huber aus Höchenschwand und Ratschreiber Oskar Ebi aus Strittberg, der bis 1963 als verdienstvoller 1. Vorsitzender tätig war und dann zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde. Seine Nachfolger waren von 1963 bis 1967 Meinrad Ebner aus Attlisberg, von 1967 bis 1977 Matthäus Schäuble aus Höchenschwand, von 1977 bis 1990 Hanspeter Ebner aus Höchenschwand und von 1990 bis 1998 Martina Looss aus Ellmenegg. Unter Ihrer Führung wurde 1993 eine eigene Tracht für die Musikerinnen angeschafft, die bis dahin in den Männertrachten musiziert haben. Bis 2003 war Stefan Pichler aus Höchenschwand 1. Vorstand des Vereins. 2003 hat Karl-Heinz Looss das Amt des 1. Vorstandes übernommen. Bis zuletzt war er als erster Vorstand, trotz seiner Krankheit, stets um das Wohl des Vereins und die Kameradschaft der Musikerinnen und Musiker untereinander bemüht. Sein viel zu früher Tod am 19.10.2010 hinterließ menschlich und musikalisch eine große Lücke im Verein. Den Musikerinnen und Musikern fiel es schwer, von Ihrem ersten Vorstand Charly Abschied zu nehmen: "Wir werden unseren Charly nie vergessen!"

Bis zur Generalversammlung 2011 wurde die Trachtenkapelle Höchenschwand von Ihrem 2. Vorstand Hans-Peter Ebner geführt. Bei der Generalversammlung 2011 wurde Thomas Schwarz zum neuen 1. Vorstand der Trachtenkapelle Höchenschwand gewählt, der dieses Amt bis zum Jahre 2015 tätigte. Sein Nachfolger wurde Martin Zumkeller.

Als Nachfolger seines Vaters leitete Dirigent Werner Huber von 1976 bis 1977 kommissarisch und von 1977 bis 1997 in gewählter Funktion und Verantwortung. 1997 musste er dieses Amt allerdings aus gesundheitlichen Gründen abgeben. 1998 wurde Werner Huber zum Ehrendirigenten ernannt. Sein Nachfolger war Thomas Schwarz aus Ellmenegg, der nach langjähriger Tätigkeit seinen Dirigentenstab im Jahr 2005 an Clemens Losch übergab, bereits 2007 übergab er aus beruflichen Gründen sein Amt an Martin Zumkeller, der bis 2013 die musikalische Leitung der Trachtenkapelle Höchenschwand e.V. inne hatte. Seit 2014 dirigiert Markus Looss-Novak.

Ein neues Kapitel wurde bei der Generalversammlung im März 2002 begonnen. Seither besteht der Verein nicht nur aus Aktiv- und Ehrenmitglieder, sondern auch aus „Fördermitgliedern“. Auch deren Zahl nimmt stetig zu und so zählte der Verein an der Generalversammlung 2009 ganze 53 Fördermitglieder, welchen für Ihre Unterstützung für den Verein ein ganz besonderer und herzlicher Dank aller Musikerinnen und Musiker gilt.

Einen hohen Stellenwert im bunten Jahresablauf hat im „Dorf am Himmel“ die Fasnet, zu deren Mitgestaltern die Trachtenkapelle gehört. So erhielt der Verein in Anlehnung an die Fasnetskleidung der hiesigen Narrenzunft „Tannenzäpfle“ 1965 ein eigenes Zäpflehäs und tritt seit dieser Zeit an Fasnet als „Zäpflemusik“ auf.

Selten besonders erwähnt, aber von nicht zu unterschätzender Bedeutung ist die Jugendarbeit des Vereins. Neben den in der Ausbildung befindlichen Zöglingen spielen in der Kapelle viele Jungen und Mädchen mit, die hier Kameradschaft, soziales Verhalten in einer größeren Gruppe, Disziplin und Verantwortungsbewusstsein erlernen, denen musikalische Werte vermittelt werden und die im gelungenem Auftritt aufbauende Erfolgserlebnisse verspüren – insgesamt wichtige Faktoren für die Jugendlichen auf deren Weg bei der Eingliederung in die lebendige Dorfgemeinschaft.

 

Bilder aus frühen Zeiten des Musikvereins

 

Kontakt

1. Vorstand
Martin Zumkeller
St. Georg Straße 6
79862 Höchenschwand
Telefon: 07672 / 91147

1vorstand@trachtenkapelle-hoechenschwand.de

Fördermitglieder

Der Förderbetrag liegt bei mindestens € 20,00 / Jahr. Der Betrag kann aber nach oben offen selbst gestaltet werden.
Als kleine Anerkennung für die finanzielle Unterstützung unseres Vereins erhalten Sie eine Ehreneintrittskarte zu unserem Jahreskonzert.

weitere Informationen finden Sie hier.